Kinder & Jugendliche - Dürfen die sich wieder treffen?

Ihr Lieben,

vielleicht werdet ihr in den nächsten Wochen wieder ein bisschen mehr Leben auf unserem Gemeindegrundstück sehen und euch fragen, ob sich die Kinder und Jugendlichen wirklich schon wieder treffen dürfen. Hier also ein paar Informationen dazu:

In den nächsten Wochen werden wir nach und nach die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit starten. Ihr werdet also merken, dass das Gemeindehaus wieder etwas mehr genutzt wird.

Beginnen werden wir mit dem Konfirmandenunterricht, aber auch der Kindergottesdienst hat ja schon parallel zum 10-Uhr-Gottesdienst gestartet. Und bald werden auch wieder andere Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit beginnen. Dafür gibt es mehrere Gründe, die wir euch gerne nennen, damit ihr transparent Antwort geben könnt, falls ihr gefragt werdet:

Zum einen ist dafür die rechtliche Grundlage gegeben. Als Kirche dürfen wir schon lange wieder Kinder- und Jugendarbeit durchführen. Wir hatten es allerdings in den vergangenen Winterwochen mit der regionalen Inzidenzentwicklung nicht für verantwortlich gehalten. Aber die regionalen Infektionszahlen sind mittlerweile wieder niedrig genug, um den Konfirmandenunterricht und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit durchzuführen. Natürlich achten wir darauf, dass die Gruppengrößen gering bleiben und die vorgegebenen Abstands- und Hygienerichtlinien eingehalten werden. Alle Untersuchungen zur Situation von Kindern und Jugendlichen im Lockdown zeigen, dass gute Beziehungen vor allem für Kinder und Jugendliche besonders wichtig sind. Sie leiden am meisten unter der Isolation und werden sich irgendwann treffen – entweder in einem (unter Infektionsgesichtspunkten) verantwortlichen Rahmen (wie wir ihn in der Gemeinde schaffen können) oder privat in einem selbstgestalteten und vermutlich etwas unsicheren Rahmen. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Sehnsucht nach Begegnung und Austausch verantwortlich ausleben zu können – so unterstützen wir sie darin, die Pandemie einzudämmen. Außerdem ringen Jugendliche in dieser Lebensphase verstärkt mit dem Sinn ihres Lebens, stellen existenzielle Fragen und sind durch die Pubertät stärker als jemals sonst auf ihre Emotionen geworfen. Gefühlsschwankungen nehmen zu und vieles an Lebenskrisen wird nicht mehr mit den Eltern besprochen. Jugendliche brauchen daher gerade jetzt einen Ort, wo sie sich über ihre Fragen und Probleme austauschen können, damit sie die Pandemie so unbeschadet wie möglich überstehen. Hier wollen wir unsere Verantwortung übernehmen und helfen!

Bitte betet mit für die Öffnung der Kinder- und Jugendarbeit. Betet, dass sich niemand ansteckt. Betet, dass die Hygienerichtlinien eingehalten werden.
Betet für Verständnis und Liebe im Dorf, dass auch kritische und ängstliche Menschen, die Nöte der Kinder und Jugendlichen sehen und ihnen mit Verständnis und Rücksicht begegnen. Betet aber auch dafür, dass die Kinder in dieser Situation Jesus als Herrn ihres Lebens kennen lernen - und die Eltern durch ihre Kinder.

Wir sind bemüht, alle aktuellen Veränderungen und die wichtigsten Informationen auf unserer Homepage bekannt zu geben. Schaut also gerne immer wieder mal auf unsere Homepage und informiert euch über die aktuelle Situation in unserer Gemeinde.

Wir wünschen euch gerade in dieser besonderen Zeit, dass ihr Jesus ganz nah erleben könnt. Vergesst nicht, dass Er die Kontrolle hat – egal was passiert und egal wie es euch scheinen mag. Jesus verlässt euch nicht. Er bleibt treu. Er bleibt der Herr – auch über diese Corona-Situation.

Wir wünschen euch von ganzem Herzen, dass ihr Jesus und seine Nähe in diesen Tagen spüren könnt.
Bleibt behütet und seid ein Segen in dieser herausgeforderten Situation.

Euer Kirchenvorstand

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