Kinder, Jugendliche & Corona...

Neuigkeiten zu den geltenden Coronabestimmungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Inzidenzzahlen steigen weiter. Auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat das Auswirkungen - doch nicht so große, wie für die sonstige Gemeindearbeit.

Wir sind sehr dankbar, dass es in Bezug auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kaum Änderungen gibt. Wir unterstützen und teilen die Einschätzung der Bundesregierung, dass Kinder und Jugendliche in einer besonderen Situation sind. Noch mehr als alle anderen sind Kinder und Jugendliche auf Begegnungen mit Menschen im selben Alter angewiesen. Diese Begegnungen gehören zu einer gesunden Entwicklung und wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, welchen Schaden es verursachen kann, wenn Kindern und Jugendlichen diese Begegnungen genommen werden. Depressionen, Ängste, Verunsicherungen in der eigenen Identität und andere Verhaltensauffälligkeiten sind eine massive Folge der Isolationsphasen in der Pandemie. Kinder und Jugendliche brauchen Schutzräume, in denen sie einander verantwortungsvoll begegnen können. Denn auch ihre seelische Gesundheit und Entwicklung muss geschützt werden!

Wir haben daher schon im vergangenen Jahr alles möglich gemacht, was verantwortbar und gesetzlich erlaubt war, um Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche offen zu halten. „Ermöglichen, was möglich ist! …und dafür verantwortungsvolle Bedingungen schaffen“. Das war im vergangenen Jahr unsere Leitlinie im Blick auf die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde. Und so soll es auch weiterhin sein.

Dennoch achten wir natürlich auch im Bereich unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf eine verantwortliche Gestaltung der Begegnungen. Bund und Länder haben bisher im Blick auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor allem zu einer bewussten und verantwortlichen Einhaltung der allgemeingültigen Hygienerichtlinien aufgerufen. Daneben gibt es einige kleinere Richtlinien, die aber allesamt dazu führen, dass wir unsere Angebote weiterhin offen halten können.

Da Kinder durch die Schulen Teil eines regelmäßigen Testszenarios sind, gelten sie auch als von 2G- und 3G-Bestimmungen ausgenommen und können weiterhin ohne weitere Testungen unsere Angebote – inklusive Gottesdienst – besuchen. Dies gilt in Niedersachsen derzeit übrigens auch noch für die Ferien. Hier gibt es in den verschiedenen Bundesländern Unterschiede. Informiert euch als Eltern bitte vor den Ferien noch einmal über die aktuellen Bestimmungen in der Tagespresse oder auf der Homepage des Landes Niedersachsen.

 

Eine wichtige Klärung:

Hin und wieder gibt es Menschen, die uns fragen, warum wir die Kinder- und Jugendarbeit weiter ermöglichen. Und vielleicht fragst du dich das auch oder wirst danach gefragt. Uns ist wichtig, dass unsere Haltung der Ermöglichung an dieser Stelle richtig verstanden wird. Wir nehmen die Situation sehr ernst! Wir nehmen auch die Maßnahmen sehr ernst! Auch wir tragen unseren Teil zur Bekämpfung der Pandemie bei und übernehmen Verantwortung. Doch dabei können wir nicht über unsere Verantwortung für den seelisch-psychischen Schutz der Kinder und Jugendlichen hinweg sehen. Nicht jeder mag diese Entscheidung nachvollziehen können. Aber es hat auch nicht jeder mit den Kindern und Jugendlichen unserer Gemeinde gesprochen, von ihren Depressionen und Ängsten gehört oder die entwicklungspsychologischen Folgen der Pandemie gesehen. Nicht jeder hat die Kinder- und Jugendpsychologen des Landkreises abtelefoniert, um Jugendlichen an fachkundige Hilfe zu vermitteln. Nicht jeder hat gehört, wie radikal überlaufen die Kinder- und Jugendpsychologen aufgrund der Begleitumstände der Pandemie gerade sind. Nicht jeder hat gesehen, wie Jugendliche auf die einfache Frage „Wie geht es dir?“ plötzlich in Tränen ausbrechen und gehört, welche Sorgen sie quälen. Wir haben all dies getan – immer wieder. Deshalb bitten wir euch um euer Verständnis, wenn wir gerade im Blick auf die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde einen rechtlich ermöglichten Sonderweg gehen. Wir werden diesen Weg so verantwortungsvoll und bedacht wie möglich gestalten. Darum habt Vertrauen in uns und in unseren fürsorglichen Gott, der die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde von ganzem Herzen liebt.

Betet für die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde. Betet für die Umstände in denen sie leben. Und betet dafür, dass sie innerlich gesund durch diese herausfordernde Zeit kommen.

 

„Ich bin der HERR! Ich enttäusche keinen, der mir sein Vertrauen schenkt.“
(Jesaja 49,23)

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